Montag, 7. Mai 2007

Schnurrbärte im Orchideenwald


Weil das Leben, wie der olle Schnurrbartträger Nietzsche mal sagte, ohne Musik ein Irrtum wäre, gebe ich euch also Musik: Und wo wir schon mal bei Schnurrbart sind, und in den letzten beiden Posts waren (Beirut im Video & DJErnesto auf dem schönen Foto) nun noch einer: Jeremy Barnes, seines Zeichens Chef der Band A Hawk and a Hacksaw. Barnes gehört zu denjenigen Orchideen der US-Indie-Szene die mal eben ganz uncool auf anglo-amerikanische Pop-Tradition scheißen und sich den musikalischen Segnungen Osteuropas hingeben. Langsam fangen nun auch Szene-Postillen wie „Spin“ zu begreifen, dass die Gleichung Weltmusik equals Uncool irgendwie langsam aufweicht und stürzen sich auf das neue Ding. Immer Maximo Park ist auch langweilig. "God Bless the Ottoman Empire" heißt der Song den „Spin“ hier zum Download anbietet. Er stammt vom aktuellen, dritten (!) Album von A Hawk and a Hacksaw "the way the wind blows" erschien beim britischen Leaf Label und bei ist beim Andi im Gutfeeling Recordstore zu erstehen. Das ist ein Befehl, den ein Großteil der Hermanos brav befolgt hat – trotz Geigen. Musikalische Zuträger von Barnes waren im übrigen Beiruts Zach Condon und die Fanfare Ciocarlia. Wehr hier jedoch Beirutsche Pop-Sensnsibilität oder High-Speed-Brass à la Fanfare erwartet wird getäuscht. Schwer, vertrakt und melancholisch kommen die Songs daher – mich jedenfalls lassen sie nicht mehr los.

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